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Finanzkrise und Pagerank, gibt es parallelen?
Von Uwe | 7.Oktober 2008
Das momentane omnipräsente Thema Finanzkrise gerne auch mal (Finanzmarktkriese) geschrieben hält uns alle in seinen Bann.
Und es werden jetzt nicht nur die besser verdienenden Seos mit dem Kopf nicken. Bei meinem Grübeln um das Verstehen der Globalen Prozesse die da ablaufen kam mir auf einmal eine gute Idee. Vergleiche doch einfach die momentane Krise mit dem Pagerank. Was sich im ersten Moment völlig Hirnrissig anhört kann bei weiteren Nachdenken doch einen Sinn ergeben.
Der Pagerank ist genau wie das Geld inflationär. Am Anfang der Berechnung des Pagerank wird ja jeder Seite im Internet der Durchschnittswert 1.0 zugewiesen. Nun führt Google ein Pagerankupdate durch und alle Webmaster freuen sich mehr oder weniger. Nach dem PR Update kommen aber ständig weitere Seiten im Web hinzu sodass irgendwann alle Seiten einen zu hohen Pagerank haben, der Pagerank wird inflationär. Wie reagiert google darauf? In dem beim nächsten Update eben die Hürden für einen meinetwegen PR7 Wert etwas höher gelegt werden und die ehemals schöne PR7 Seite auf einmal als PR6 Seite dasteht obwohl sie eigentlich keinen Backlink verloren hat.
Tja, und mit dem Geld verhält es sich ähnlich. Es wurde in den letzten Jahren immer mehr Geld im Umlauf gebracht um die Staatsschulden zu drücken. Prinzipiell ist ja nichts dagegen zu sagen das es mehr Geld auf dem Markt gibt – wenn ein Gegenwert in Form von Waren dafür vorhanden ist.
Leider ist das Geldvolumen aber in den letzten Jahren schneller gestiegen als der Warenwert, d.h. das Vertrauen in das Geld geht verloren. So ließ ja die Kaufkraft des Geldes an den Börsen immer mehr nach (die Aktienkurse stiegen). Dies findet jetzt ein abruptes Ende. Die Aktienkurse fallen, das Vertrauen in das Geld kommt langsam zurück. Meldungen wie: Es wurden 1.400.000.000.000 Euro vernichtet besagen ja das dem Markt Geld entzogen wird. Leider werden damit aber auch Innovationen entzogen da jetzt jeder auf seinem verbliebenem Geld sitzt und Angst hat es zu verleihen und damit zu verlieren. Es können keine Investitionen mehr stattfinden.
Was währe also das beste für den Geldmarkt gewesen? Eine frühzeitige Absenkung des Geldvolumens wie Google dies mit dem Pagerank ab und zu macht. Gäbe es also eine übergeordnete Instanz wie Google für den Geldmarkt hätte dieser krasse Crash wie er jetzt stattfindet vermieden werden können. Naja, mal sehen wie viele Staaten mit dem jetzigen Crash kippen, vielleicht wird ja noch eine weltweite Diktatur installiert. Ups.
Anders herum Gedacht: Welcher Webmaster würde freiwillig seinen PR7 gegen einen PR6 abgeben? Keiner. Könnte man bei Google dagegen intervenieren würde heute auch eine PR Inflation stattfinden, das Vertrauen in den PR verloren gehen.
Eine sehr schöne Erklärung für die weltweiten Geldmarktprozesse und das zustandekommen der Finanzkrise habe ich hier gefunden.
Der tv-blog beschäftigt sich unter anderem it der Finanmarktkriese, der Westen mit einer Satire, der kroblog, der Verkaufsblog versucht etwas positives daraus zu ziehe.
Naja, ich denke das der Dax innerhalb der nächsten Monate locker unter die 4000 Punkte kommt. Da verwette ich doch glatt 3 Links aus diesem Blog
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Topics: seo | 7 Kommentare »


7.Oktober 2008 at 21:38
[...] zu Machtbesessen um rechtzeitig etwas gegen das sich anbahnende Unheil zu tuen. Und damit nahm die Finanzkrise Ihren lauf. Was passiert dabei politisch auf der Weltbühne? Na, der Kommunismus gewinnt wieder [...]
8.Oktober 2008 at 08:01
eine Überinstanz wie google in der Wirtschaft … wirbt da jemand heimlich für die kommunistische Partei?
8.Oktober 2008 at 18:51
Für mich sind auch die niedrigen Löhne ein Grund für die Krise. Die Wirtschaft krieselt doch schon mind. 1 Jahr. Die Inlandsnachfrage in Deutschland ist doch seit langer Zeit im Keller. Wenn immer mehr Menschen für niedrig Löhne schufften müssen, braucht man sich nicht wundern wenn diese Menschen anschließend die Zinsen für die Kredite ( USA, Spanien) nicht mehr bezahlen können. Der stink normale Bürger braucht einfach mehr Geld in seinem Beutel. Das Problem der Überschuldung in den USA ist doch schon lange bekannt und viele Leute haben von einem Zusammenbruch gewarnt. Der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht! Jezt hat es zerrissen……
8.Oktober 2008 at 21:29
Interessant sind auch immer die Gesichter der Bänker / Börsianer im Fernsehen zu sehen. Meistens entdeckt man in diesen einen Anflug von Panik im Interview. Und wie schnell auf einmal die Politiker zu Entscheidungen kommen. Da geht sehr vielen Menschen der Ar*** auf Grundeis. Bin mal gespannt was da jetzt noch kommt.
13.Oktober 2008 at 09:09
[...] Klingt brauchbar. Wie das “weniger inflationiert” zustande kommt kann ich mir, nachdem inzwischen auch in Europa die Bankenpest ausgebrochen ist, so einigermaßen zurecht legen und damit gebe ich mich zufrieden. Bei Sistrix lese ich dann noch, dass das mit den Auswirkungen des Dollarkurses auf die AdSense-Verdienste sowieso Quatsch ist (AdSense und der Dollarkurs-Mythos) und bin auch damit zufrieden, genauso wie mit den Auswirkungen der Finanzkrise auf den Pagerank. [...]
2.Februar 2009 at 14:54
Ich weiß nicht. Ich glaube nicht, dass man da Zusammenhänge feststellen kann. Ich denke, die Krise ist einfach so gekommen, weil wir nicht wahrhaben wollten dass uns das bevorsteht. Jeder hat die Augen zugemacht und hat es einfach kommen lassen. Niemand hat was dagegen unternommen. Und darum sitzen wir jetzt alle in diesem Boot. Aber ich denke nicht, dass man da wirklich Parallelen feststellen kann zwischen dem Ranking und der Krise. Aber wenn man will, dann findet man in vielen Punkten Gemeinsamkeiten.
9.November 2009 at 18:33
Schöne Wirtschaftstheorien die Du da aufstellst.
Ich habe das PR Update jetzt nicht so genau analysiert, aber es gab ja auch schon updates, bei denen generell der PR neu bewertet und für alle um 1 zurückgesetz wurde. Damals war die Theorie, dass Google den Balken nicht erweitert, und daher irgendwann alle bei 10 angekommen wären. Somit hätten Seiten die Heute PR 10 haben, eigentlich schon 11 oder 12…